Kupfer ist im Körper unentbehrlich

Dem Spurenelement Kupfer wird in der Bevölkerung keine große Bedeutung beigemessen. Kaum ein Laie kennt die wichtigen Funktionen, die Kupfer im Körper hat. Das liegt wohl daran, dass Kupfer im Gegensatz zum Eisen selten als Mangelerscheinung zu Tage tritt, da bei einer ausgewogenen Ernährung ausreichend Kupfer aufgenommen wird. Hauptlieferanten von Kupfer sind Innereien, Fisch, Schalentiere, Nüsse, Kakao und manche grüne Gemüsesorten sowie einige Gewürze (z.B. Basilikum, Majoran, Muskat, Pfeffer). Gesunde Menschen brauchen sich um die Versorgung mit dem Mineralstoff also keine Gedanken zu machen.

Allerdings kann bei bestimmten Krankheiten ein Mehrbedarf an Kupfer entstehen, beispielsweise bei chronischen Durchfällen und Darmentzündungen, einer gestörten Kupferaufnahme, entzündlichen Krankheiten, Störungen im Immunsystem, gestörtem Eiweiß-Stoffwechsel oder bei Mukoviszidose. Werden dem Körper bestimmte Stoffe (Vitamin C, Kalzium, Molybdän, Zink, Sulfid und Kadmium) zuviel zugeführt oder Medikamente (z.B. Säurehemmer) eingenommen, kann auch dies die Kupferaufnahme stören.

Ein geringer Kupfermangel hat in der Regel keine negativen Auswirkungen. Ein ausgeprägter Mangel äußert sich durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Pigmentstörungen, Fehlfunktionen im zentralen Nervensystem sowie in der Immunabwehr. Da durch einen Kupfermangel auch die Aufnahme von Eisen verringert wird, stört dies die Blutbildung. Außer bei der Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und der roten Blutkörperchen wird Kupfer vom Körper noch bei der Energiegewinnung benötigt. Es ist wichtiger Bestandteil von vielen Enzymen und trägt dazu bei, dass die Haut und die Knochen elastisch bleiben.

Wird Kupfer von außen in zu hohen Dosen zugeführt, sind Vergiftungserscheinungen möglich. Schon wenige Milligramm gelöste Kupferionen lösen Brechreiz aus. Deshalb sollten säurehaltige Getränke nicht in Kupferkannen aufbewahrt werden, da die Säure die Ionen aus dem Metall herauslösen kann. Auch Säuglingsmilch gehört nicht in Kupfergefäße. Bei alten Wasserleitungen aus Kupfer sollte der Kupfergehalt des Wassers bestimmt werden. Das ist auch in Ihrer Apotheke möglich.

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