Schafgarbe entkrampft und heilt Wunden

Die Schafgarbe ist eine in unseren Breitengraden weit verbreitete Pflanze und doch kennt kaum ein Laie ihre Vorzüge. Bei Verdauungsproblemen und Haut- oder Schleimhautentzündungen ist sie eine der wirksamsten Heilpflanzen, vergleichbar mit der Kamille. Allerdings ist die belebende Wirkung der Schafgarbe deutlich größer als bei der Kamille.

Es sind die ätherischen Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Mineralien, die eine vielseitige Verwendung der Schafgarbe möglich machen. Sie ist in der Lage, den Gallenfluss und den Appetit anzuregen, Krämpfe und Blähungen zu lösen, Entzündungen einzudämmen, die Wundheilung zu fördern und zudem tonisierend (stärkend) zu wirken. Diese Eigenschaften machen eine Anwendung bei Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden und Wundbehandlung möglich.  Obwohl die Schafgarbe eine Bitterpflanze ist, kann ein Tee aus ihren Blüten auch bei Beschwerden an der Magenschleimhaut Abhilfe schaffen. Als Tee sollte sie je nach Indikation mit anderen Heilpflanzen kombiniert werden, beispielsweise mit Kamille, Pfefferminze, Kümmel  oder Fenchel.

Hilfreich ist Schafgarbentee auch zur Entgiftung und Entschlackung. Ein feuchtes Tuch, getränkt mit einem warmen Sud, hergestellt aus der Heilpflanze, wird auf die Leber gelegt und mit einem Wolltuch abgedeckt. Etwa eine halbe Stunde lässt man den Wickel einwirken. Im Anschluss daran empfiehlt sich eine weitere Ruhepause, damit die Gifte ausgeschwemmt werden können.

Bei unregelmäßiger, zu schwacher oder zu starker Regelblutung oder bei Menstruationskrämpfen kann man mit Schafgarbe auch regulierend eingreifen. Neben dem Genuss einer Tasse Tee können auch Sitzbäder helfen. Das Kraut hat sich ferner bewährt bei Nasenbluten, Entzündungen der Haut oder Schleimhaut sowie Geschwüren und Hämorrhoiden.  Durch das regelmäßige Trinken des Tees lassen sich zudem die Venen stärken, wodurch Stauungen und Krämpfe zurückgehen können.

Über weitere Anwendungsmöglichkeiten des vielseitigen Krauts sowie dessen exakte Zubereitung berät Sie gerne Ihr Apotheker.

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