Schwanger nach zu viel Sonne?

Wie jedes Jahr melden sich Hautärzte und Kosmetikkonzerne mahnend zu Wort, nicht ungeschützt die Sonne zu genießen. Und das gilt nicht nur für uns Menschen: Zu hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung beeinflussen auch die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel, unter anderem der „Pille“. Wenn Frau also nicht aufpasst, hat sie am Ende eines Sonnentages nicht nur einen Sonnenbrand, sondern ist auch unverhofft schwanger.
Die Pillen der meisten Hersteller sollten nicht über 25 Grad, maximal bei 30 Grad Celsius gelagert werden. Sie verlieren sonst ihre Wirksamkeit und bieten nicht mehr den gewohnten Schutz vor einer Schwangerschaft. Wenn man seine Pille zum Beispiel im Auto liegen lässt, dann kann es sehr leicht passieren, dass sie dort Temperaturen über 30 Grad ausgesetzt ist. Zwar warnen die meisten Pharmaunternehmen auf ihren Beipackzetteln vor zu hohen Temperaturen, aber die wenigsten lesen diese Hinweise genau durch.

Schwierig ist im Sommer auch der Umgang mit dem Verhütungspflaster: Es sollte theoretisch zwar Wasser- und Sonnenbäder überstehen, aber wer das Pflaster etwa nach dem Einschmieren mit Sonnencreme aufklebt, läuft Gefahr, dass es sich ablöst. Selbst wenn das Pflaster nur an den Rändern nicht mehr fest an der Haut klebt, schützt es nicht mehr ausreichend.
Neben der Temperatur sollten die Anwenderinnen auch auf die Art der Lagerung der diversen Verhütungsmittel acht geben. So empfehlen die Hersteller, die Pille in der Originalpackung aufzubewahren und sie vor Licht zu schützen. Weniger Sorgen muss man sich um die Haltbarkeit machen: Wer nach Jahren der „Enthaltsamkeit“ wieder auf die Pille setzt, kann in vielen Fällen auf seine alten Pillenbestände zurück greifen. Erst nach 2 bis 3 Jahren, in manchen Fällen sogar erst nach 5 Jahren, läuft das Haltbarkeitsdatum der Pille ab. Anders ist es bei alternativen Verhütungsmitteln wie etwa dem Verhütungsring. Hier gilt: Hände weg von alten Beständen – der Verhütungsring ist bereits nach vier Monaten nicht mehr wirksam.

Übrigens, der nächste Winter kommt bestimmt: Im Gegensatz zur heißen Jahreszeit schaden aber tiefe Temperaturen den Verhütungsmitteln      überhaupt nicht.

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