Thymian vertreibt Husten und Blähungen

Thymian ist nicht nur in der mediterranen Küche unentbehrlich, er ist auch ein vielseitiges Heilkraut, das sowohl bei Erkrankungen der Lunge und der Bronchien als auch des Magen-Darm-Trakts eingesetzt wird. Seinen wichtigsten Inhaltsstoff kann man sogar riechen, denn das ätherische Öl Thymol verleiht ihm ein einzigartiges Aroma. Er enthält noch ein weiteres Öl, das Carvacrol, sowie eine Reihe anderer Stoffe.

Aufgrund der ätherischen Öle hat der Thymian eine breite antibakterielle, antivirale sowie pilz- und entzündungshemmende Wirkung. Seine krampf- und schleimlösenden Fähigkeiten machen ihn zu einem idealen Mittel bei krampfartigem Husten, Keuchhusten, chronischer und akuter Bronchitis sowie asthmatischen Anfällen. Thymian ist nicht nur in der Lage, den zähen Schleim zu lösen, sondern unterstützt auch dessen Abtransport.

Für Erkrankungen des Atemtrakts gibt es in der Apotheke fertigen Thymian-Hustensaft zu kaufen. Bei Erkältungen kann man Thymian auch als fertigen Badezusatz dem Wasser zugeben. Oder aber die getrockneten Blätter in ein Leinensäckchen packen und in das Wasser hängen. 100 Gramm reichen für ein Vollbad aus.

Auf Magen und Darm hat Thymian eine anregende Wirkung. Die Produktion von Speichel und Magensaft wird gefördert und der Appetit gesteigert. Ein Tee – hergestellt aus dem Kraut – hilft auch gegen Völlegefühl, Magenkrämpfe und Blähungen. Hierfür wird ein Teelöffel getrockneter Thymianblätter mit einer Tasse heißem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Der Tee kann mehrmals täglich getrunken werden.

Da Thymian als reines ätherisches Öl stark reizend ist, sollte man es nur über einen beschränkten Zeitraum anwenden, besonders im Rahmen der Aromatherapie. Schwangere sollten im ersten Trimenom möglichst gar keine Arzneimittel einnehmen, somit auch keine thymianhaltigen. Gänzlich meiden sollte man Thymian, wenn man gegen Birkenpollen oder Sellerie allergisch ist. Auch Menschen mit Funktionsstörungen der Schilddrüse oder schweren Leberschäden sollten erst Rücksprache mit ihrem Arzt halten, denn zu hoch dosiert und zu lange eingenommen könnten die ätherischen Öle die Krankheiten unter Umständen noch verschlimmern. Gern informiert Sie Ihr Apotheker über die geeignete Anwendung und über Risiken.

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