Weihnachten ohne Zimtplätzchen?

Zimtsterne und Glühwein, das gehört zur Vorweihnachtszeit wie „Stille Nacht“ und Türchenöffnen am Adventskalender. Doch in diesem Jahr dürfte das Weihnachtsgebäck vielen Menschen nicht recht schmecken. Der Grund: eine Empfehlung der Verbraucherschutzminister der Länder: Nicht mehr als vier Zimtsterne am Tag sollte ein vierjähriges, etwa 15 Kilogramm schweres Kind essen, heißt es darin. Dennoch, Weihnachten muss niemand auf Zimtplätzchen verzichten, denn Cumarin kommt natürlicherweise in Zimt vor – und das nicht erst seit diesem Jahr. Für den Umgang mit Zimtplätzchen gilt deswegen hauptsächlich das, was für alle Süßigkeiten gilt: maßvoller Umgang. Nicht den ganzen Teller mit Zimtplätzchen leer essen, sondern sich auf ein paar beschränken.

Cumarin ist ein Aromastoff, der natürlicherweise  in der Zimtpflanze vorkommt. Neben Zimt ist Cumarin auch in Waldmeister, Steinklee und Tonkabohnen enthalten. Dabei ist der Cumaringehalt von Zimtart zu Zimtart sehr unterschiedlich. Sogenannter Ceylon-Zimt enthält so gut wie kein Cumarin, während der Cassia-Zimt oder chinesischer Zimt zum Teil sehr hohe Werte aufweist (bis zu über ein Prozent).

Während in Tierversuchen Cumarin – hohe Mengen über einen langen Zeitraum verabreicht – Krebs ausgelöst hat, gibt es beim Menschen bisher keinen Hinweis auf krebserregende Eigenschaften. Allerdings kann Cumarin beim Menschen zu Leberschäden führen.  Der Gesetzgeber sieht vor allem bei Kleinkindern eine mögliche Gesundheitsgefährdung. Auch wenn es bisher keine Informationen gibt, dass der Verzehr von Zimt zu Leberschädigungen geführt hat.

Wenn Sie folgende Hinweise beachten, sind gesundheitliche Beschwerden nicht zu befürchten: Zimtplätzchen, wie alle anderen Süßigkeiten auch, nur in Maßen essen. Denken Sie daran, dass auch andere Lebensmittel wie Milchreis mit Zimt Cumarin enthalten können. Besonders Kleinkinder sollten nicht zu viele zimthaltige Lebensmittel verzehren. Beim Kauf von Zimtkapseln als Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker fragen Sie Ihren Apotheker nach dem Cumarin-Gehalt des eingesetzten Zimts. Die Hersteller liefern dazu Informationen. Und auch für die eigene Weihnachtsbäckerei kann Ihnen Ihre Apotheke cumarinfreien Ceylon-Zimt zur Verfügung stellen.

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